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Schaltschraenke
Der Schaltschrank (Verteiler, Unterverteiler, Schaltkasten, Hausverteiler etc.) ist das "Herzstueck" jeder elektrischen Anlage. In diesem wird die zur Verfuegung stehende elektrische Energie verteilt, geschaltet, geregelt und die Anlage durch die Anwendung verschiedenere Schutzeinrichtungen vor Ueberspannung, Ueberstrom, Kurzschluss und Waerme (Entzuendung) geschuetzt. Aus diesen Gruenden ist der Schaltschrank auch einer der wichtigsten Komponenten bei der Ueberpruefung einer elektrischen Anlage. Viele der im E-Check geforderten und gebotenen Ueberpruefungen und Messungen entfallen daher qualitativ und quantitativ auf diesen Anlagenteil. kleine Wohnhausverteilung
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Auch das Alter und der Erhaltungszustand einer Anlage sowie die Erweiterungen lassen sich am Schaltschrank am leichtesten nachvollziehen. Leider ist der Zustand dieses Anlagenteils und die Dokumentation dazu in vielen Faellen nach einigen Jahren nicht mehr optimal. Urspruenglich vorhandene Plaene gehen verloren und werden nicht nachbestellt, Beschriftungen loesen sich, Erweiterungen werden nicht gekennzeichnet etc.
sehr alter Verteiler
Je nach nationalen Ausfuehrungsbestimmungen sind Schaltschraenke unterschiedlich konzipiert und aufgebaut. Eine einheitliche Errichtungsbestimmung gibt es nicht.
Als Faustregel sollte bei einer Neuanlage im Schaltschrank ca. 30% des gesamten Platzes fuer eine Erweiterung reserviert sein oder bereits ausgefuehrt sein.
Schmelzsicherungen sollten in Neuanlagen nur noch in den notwendigen und geeigneten Faellen vorgesehen werden, nicht mehr jedoch bei Licht- und Steckdosenstromkreisen bis 16A. Hier sollte vor allem der Leitungsschutzschalter ("Automat") zur Anwendung kommen. Sind starke Verbraucher zu schuetzen oder werden grosse Stromstaerken geschaltet, sind Niederspannungs-Hochleistungssicherungen(NH-Sicherungen) die kostenguenstigste Alternative.
Fuer Mess- und Ueberpruefungszwecke sollte in jedem groesseren Schaltschrank eine Schukosteckdose eingebaut sein. Beleuchtung ist in den Faellen erforderlich, wenn kein ausreichendes natuerliches Licht zur Verfuegung steht. In elektrischen Betriebsraeumen ist diese Beleuchtung zum Teil auch als Sicherheitsbeleuchtung (z.B. mit Akkubetrieb) auszufuehren.

Zum Schutz von Personen und Sachen (Brandgefahr) ist die geeignetste Schutzmassnahme vorzusehen. Dies ist im Regelfall die Fehlerstrom-Schutzschaltung mit Zusatzschutz (max. 30mA Ausloesestrom). Die Funktion eines Fehlerstrom-Schutzschalters (FI) ist regelmaessig zu ueberpruefen. Die Funktionspruefung durch die eingebaute Ausloesetaste ist jedoch kein Ersatz fuer eine Pruefung des Fehlerstromschutz-Schalters (im Bild Fa. F&G, 500mA, 70mm Verteilereinbau) durch ein geeignetes Messgeraet. Durch die eingebaute Prueftaste wird nur die mechanische Funktion des Pruefschalters angezeigt, nicht jedoch die tatsaechliche Ausloesezeit und der zulaessige Ausloese-Schwellenwert im Fehlerfall.
Sehr alte Fehlerstrom-Schutzschalter (FI)(im Bild Fa. Schrack, 500mA, Aufputzmontage, ca. 30 Jahre alt) bieten heute keine Gewaehr fuer eine ordnungsgemaesse Funktion mehr und entsprechen wohl auch meist nicht mehr dem Stand der Technik.

Sind Schaltschraenke vorhanden, welche brennbare Materialien beinhalten, so besteht im Fehlerfall erhoehte Brandgefahr. Solche Anlagen sollten umgehend ausgetauscht werden. Sie entsprechen seit langem nicht mehr dem Stand der Technik. Anlagen, die dem Stand der Technik entsprechen, enthalten keine brennbaren Materialien bzw. sind verwendete Materialien selbstverloeschend
Verschiedentlich wurde in der Vergangenheit Asbest als Brandschutzunterlage verwendet. Die Gefahren durch Asbeststaub sind nunmehr seit langem bekannt. Beim Abbrechen solcher Anlagen ist daher erhoehte Vorsicht geboten.
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Letzte Aenderung am: 01.07.2006
Ersteinrichtung am: 01.06.2004
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